Beschreibung
Odumasi liegt ca. 3 km von Sunyani, der Hauptstadt der Region Brong-Ahafo, die ihrerseits ca. 400 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Accra gelegen ist. Einzugsgebiet des Projektes ist Odumasi (etwa 15.000 Einwohner) mit den umliegenden Dörfern. Es handelt sich um ein vernachlässigtes, verarmtes Vorstadtgebiet mit sehr vielen Landflüchtlingen, die sich aus den Dörfern Richtung Stadt absetzen.
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Geschichte
Die Salesianer Don Boscos wirken seit 1992 in der von Landwirtschaft geprägten Region um Sunyani-Odumasi. Ausgangspunkt der Aktivitäten ist die Betreuung der Pfarre in Odumasi mit allen dazugehörigen Initiativen. Zur Zeit werden eine Pfarrei und 8 Buschdörfer betreut.
Für die Errichtung eines Berufsbildungszentrums bekamen die Salesianer etwas außerhalb Odumasis ein 30 ha großes Areal mitten im Busch. Das "Don Bosco Vocational Technical Institute" wurde in den Jahren 1994 - 1996 von den deutschsprachigen Provinzen der Salesianer Don Boscos errichtet. In dieser Ausbildungstätte besteht die Möglichkeit für etwa 260 Mädchen und Jungen verschiedenste Berufe zu erlernen.

Im Vocational Technical Institute gibt es heute folgende Departmnets:
- Landwirtschaft
- Tischlerei
- Bautechnik
- Grafikdesign
- Datenverarbeitung
- Computertechnik
Außerdem haben sich die Salesianer Don Boscos in Sunyani die Betreuung von Straßenkindern zur Aufgabe gemacht. Sie arbeiten eng mit der Dorfbevölkerung zusammen und helfen mit, dass die Lebensbedingungen in den Dörfern der Region verbessert und so der Landflucht entgegengewirkt werden kann.
Langfristiges Ziel ist die Erhöhung des Bildungsniveaus und damit auch die Existenzsicherung der Bevölkerung, sowohl in wirtschaftlicher, als auch in sozio-kultureller und ökologischer Hinsicht.
Aufgaben der Volontäre
Die Aufgaben der Volontäre waren bis zum Jahre 2005 von Volo zu Volo verschieden, konzentrierten sich jedoch hauptsächlich auf den Unterricht im Don Bosco Vocational Technical Institute.
Anfang 2005 übernahmen zwei österreichische Volos den gesamten Computerunterricht. Es wurde vor allem Basiswissen vermittelt, aber auch anspruchsvolle Programme wie AutoCad gelehrt. Iim September 2006 wurde schlussendlich ein für die Region Brong/Ahafo einzigartiges Computer-Department eingführt. Diese Schritte änderten das Gesicht der Schule und vor allem die Arbeit der Volontäre sehr stark. Die Volos Thomas Strasser und Georg Urschitz gestalteten einen Lehrplan, der neben Basisfächer wie English und Mathematik, die Fächer Hardware, Operating System und Software, sowie Praxis-Einheiten in einem eigens eingerichteten Hardware Labor umfasst. Mit der überaus großzügigen Hilfe einer österreichischen Spenderin konnte ein weiterer Computerraum eingerichtet werden. Im August 2007 wurde unsere Schule als offizielles ICDL Training and Testing Centre akkreditiert
Die Volontäre haben die Hauptaufgabe am Bildungsprojekt ‚Afrika’ mitzuarbeiten. Den Schülern soll durch ihren zwei- bis vierjährigen Aufenthalt nicht nur Bildung und Wissen vermittelt werden, sondern auch Werte wie Pünktlichkeit, Ordentlichkeit und Ehrlichkeit, sodass sie an einer fortschrittlichen, friedlichen und wohlhabenden Gesellschaft mitarbeiten können.
Ziele
- Entgegenwirkung der hohen Jugendarbeitslosigkeit mit einem Berufsbildungszentrum: viele Schulabgänger machen sich nach Abschluß der Schule selbständig oder kommen in einer in der Region ansässigen Firma unter.
- Verbesserung des sozialen und wirtschaftlichen Umfeldes durch eine angemessene Ausbildung mit Schwerpunkt auf ärmere Gesellschaftsschichten.
- Persönlichkeitsentwicklung der Schüler: In Ghana ist es für Jugendliche nicht leicht, ernstgenommen und als "erwachsen" betrachtet zu werden, solange sie nicht eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder älter als 30 Jahre sind.
- Weiterbetreuung der Jugendlichen auch nach Beendigung der Schule. Wir finden es extrem wichtig, die Schüler nach Abschluß der zwei Jahre hier weiter zu begleiten, da wir nicht wollen, dass sie entweder auf der Straße landen, weil sie keine geeignete Stelle finden, oder mit dem Aufbau eines eigenen Farmprojektes Schiffbruch erleiden.
Finanzierung
Das Ziel stellt zweifellos die Selbstfinanzierung dar, wobei die Einnahmen durch die von den Schülern in den Werkstätten produzierten Güter erzielt werden sollen. In einigen Abteilungen funktioniert das schon sehr gut, in anderen gibt es noch Nachholbedarf.
Wie überall in Ghana muss auch ein Schulgeld bezahlt werden, welches sich in der Gesamtrechnung jedoch hinter den Produktionseinnahmen einreiht (Das Schulgeld wird auch
bewusst niedrig gehalten, um auch den ärmeren Schülern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen). Im Moment wird das angestrebte Ziel noch nicht erreicht, und auch für die Zubauten und Erweiterungen (Boyshome, Girlshome, Lehrerunterkunft, Schulanbau) ist Geld von auswärts, sprich Spenden (vor allem aus Deutschland und Österreich) notwendig.
Zielgruppen:
Es wird darauf Wert gelegt, vor allem Jugendlichen aus ärmeren Verhältnissen und schooldrop-outs eine Chance auf eine gute Ausbildung zu geben.
Weiters versucht die Schule den Absolventen auch in Zukunft beratend zur Seite zu stehen, und sie im Berufsleben zu begleiten.
Der gute Ruf der Schule bei der Bevölkerung und den Arbeitgebern bewirkt einen regen Zulauf an Interessenten, und jedes Jahr müssen etliche Bewerber abgelehnt werden |