blue
 
Ankunft
 
 

Die ersten Tage in Ghana

Mit einer letzten Grillerei auf der Donauinsel verabschiedete ich mich für ein Jahr von Össterreich. Dienstag früh hoben Marian und ich ab Richtung Süden. Nach einem Zwischenaufenthalt in Frankfurt und Laos landeten wir am späten Nachmittag in Accra und am nächsten morgen kamen wir erstmals in den Genuß, mit einem Tro Tro (Kleinbus-Sammetaxi) in die hektische Welt Accras einzutauchen. Nach einem kurzen Gesundheitscheck traten wir gegen Mittag unsere Reise ins 400 km entfertne Sunyani an, was in Ghana einer Reisezeit von 8 bis 10 Stunden entspricht.

Weitere 10 km außerhalb Sunyanis haben wir an der Don Bosco Junction die asphaltierte Straße verlassen um über den in der Regenzeit doch sehr mitgenommenen Schotterweg zum Don Bosco Areal zu gelangen. (vergeßt Tagada - dieser Ritt wetzt euch die Haare vom Ar...)

In dem von einer Mauer umgebenen Areal mitten im Busch befindet sich auch unser Bungalow, den ich mir mit meinen Voluntärskollegen Marian, Ben, Martin und allerlei ungebetenen Ungeziefer teile.


Für ghanaische Verhältnisse schwelgen wir hier im Luxus. Der Bungalow bietet zwei Einbettzimmer, ein Doppelzimmer, ein großes Wohnzimmer und was eben noch benötigt wird (wegen Kino, Fitnesscenter und Whirpool habe ich schon mit Br. Paolo gesprochen, der meiner Bitte mit einem mir unverständlich komischen Blick entgegnete....naja, lassen wir das lieber). Dank eines erst kürzlich erworbenen Wasserfilters können sogar wir Obrunis(Obruni=Weißer) das Wasser bedenkenlos genießen. Dreh- und Angelpunkt ist wohl unsere Terrasse. Sie lädt zum Sitzenbleiben ein und es herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. Die Ghanaer sind ein übaraus freundliches Volk und so ist es mir leicht gefallen, mich hier bald wie zu Hause zu fühlen.
Diesen Weg werden wir in Zukunft des Öfteren gehen... er führt zur Schule

Da die Schule erst am 16. 9. anfängt, konnten wir die erste Zeit nutzen um uns auf die Unterrichtsstunden vorzubereiten und die Gegend zu erkunden....wobei Letzteres wohl häufiger der Fall war.

Um in die nächstgelegen Orte Odumase oder Sunyani zu gelangen, begibt man sich auf einen Fußmarsch zur Junction, um sich anschließend ein Taxi zu rufen. Der Fußmarsch führt entweder über den berühmten Schotterweg (Bild links) oder über einen Pfad durch den Busch (Bild rechts).

Viele der hier lebenden Kinder sehen zum ersten mal einen Weißen vorbeikommen und so hört man sie immer wieder "Obruni, Obruni" rufen. Die kontaktfreudigen jungen Ghanaer winken einem zu und strahlen übers ganze Gesicht. Wenn man wie in meinem Fall mit einer Kamera unterwegs ist und sie nach einem kurzen Gespräch um ein Foto bittet sind sie voll auf begeistert. Spätestens nach dem ich ihnen die Fotos am Display zeige gibt es kein halten mehr und es wird gelacht, geschrien und getanzt.

In diesem Sinne,
Enee akyire. Yenbehyia bio.