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End of Term
 
 

Volontärstreffen

Mit Beginn der Weihnachtsferien ist auch der erste Term des Schuljahres zu Ende gegangen. Im ghanaischen Schulsystem (welches von England übernommen wurde) ist das Schuljahr in Trimester aufgeteilt, die ungefähr drei bis vier Monate dauern und von kurzen Midtermholidays unterbrochen werden. Für die Schüler bedeutet dies nochmals volle Konzentration und büffeln für die wichtigen End of Term Exams. Wir Lehrer durften uns auf einen Berg von zu korrigierenden Prüfungen freuen.

Nachdem die Ergebnisse feststanden und die Noten vergeben wurden, mussten wir uns von unsreren Schülern schon vor der Zeugnisverteilung verabschieden, da in Accra das erste Treffen für Volontäre aus der Provinz West Afrikas anstand. Es waren ungefähr 15 Personen anwesend, die hauptsächlich in Ghana und Nigeria arbeiten. Sinn und Zweck dieser zweitätigen Veranstaltung war es Erfahrungen auszutauschen, Probleme zu besprechen und an deren Vermeidung zu arbeiten. Der Austausch war insofern wichtig, da man durch das Treffen andere Projekte kennen lernt, die oft eine ganz andere Aufgaben- und Problemstellung haben. Besonders zu erwähnen sind hier die drei „lokalen“ Volontäre, die im Gegensatz zu den ausländischen Volontären zwar keine Integrations- oder Kommunikationsprobleme haben, dafür aber größere Schwierigkeiten bei der Finanzierung haben und bei der eigenen Bevölkerung auf Unverständnis stoßen. („Der macht das ja gratis! Da stimmt doch was nicht!“)

vlnr.: Fr. George, Benedict, Fr. Günther und Marian

Basierend auf den Erkenntnissen des Treffens wurde entschieden, dass es in Zukunft 2 Treffen geben soll. Eines zu Beginn der „Saison“ (Ende Sommer, wenn die meisten Volontäre einreisen) und eines am Ende. Das erste Treffen soll einen kurzen Überblick über die Pädagogik Don Bosco’s geben, die Arbeit der Salesianer erläutern und die Erwartungshaltungen aller Beteiligten klären. Das zweite Treffen soll dann Möglichkeit zur Reflektion geben und Raum für Verbesserungsvorschläge schaffen.
Zu diesem Treffen sind übrigens auch Lisa und Maria gekommen (zwei Jugend eine Welt Volontärinnen), die ursprünglich in Sambia arbeiten sollten, ihren Einsatz aber in Ghana fortführen werden.


Tema

Johannes ist ein deutscher Volontär und arbeitet in einem Projekt der Salesianer in Tema. Tema ist die wichtigste Industriestadt Ghanas und liegt nur 30 km östlich von Accra. Touristen begegnet man hier kaum, statt dessen findet man hier Fabriksschlote, Kräne, Überspannungsleitungen und am Hafen herrscht reges Treiben. Da hier keine Wohnungen gebaut werden dürfen, wohnen die Menschen in Slums oder eher notdürftigen Barracken.

Viele der hier lebenden Menschen sind arbeitslos und die Kids verbringen ihre Zeit auf der Straße. Das Projekt der Salesianer bietet den Kids in dieser Gegend eine Schulausbildung, Essen und Betreuung. Der Umgangston zwischen den Kids ist rau und ungewohnt.

Accra

Wir haben die Gastfreundschaft der Salesianer noch einen weiteren Tag in Anspruch genommen und begaben uns Downtown (sprich Accra). Auf der Fahrt dorthin haben wir einen jungen ghanaischen Lehrer Namens Samy kennengelernt, mit dem wir uns am Nachmittag verabredet hatten.
Accra ist eine typisch afrikanische Stadt  mit etwa 2,5 Mio Einwohnern und wächst seit einigen Jahren rasant an. Ein Untergrund- oder Straßenbahnsystem sucht man hier vergebens, stattdessen greift man auf die altbewährten Tro-Tro’s oder Taxis zurück.

Wir starteten mit einem gemütlichen Rundgang im Stadtteil Osu. In der Einkaufsmeile Accras reihen sich moderne Shopping-Malls und Restaurants aneinander. Mittlerweile haben wir uns darauf eingestellt, unsere Einkäufe auf Märkten oder in kleinen Straßenläden zu tätigen. Dementsprechend ungewohnt war die Konfrontation mit modernen Einrichtungen. Verspiegelte Glasfassaden zieren die Geschäftshäuser  und kühle Luft strömt aus den Klimaanlagen beim Betreten der Geschäfte.


Samy & Marian am Independence Arch
Art Centre

Am Independence Square stieß Samy wieder zu uns. Er führte uns zum Art Centre und zeigte uns eine Chop-Bar in der wir ein unglaublich gutes Fu-Fu aßen.

Der Tag neigte sich dem Ende zu und die Rückreise sollte nooh ein Erlebnis für uns werden. Abendverkehr in Accra - Hitze, Staub, Gehupe, Geschrei, Stop & Go Verkehr und auf Verkehrsregeln achtet schon lange keiner mehr. Zwischen all den Autos huschen Kinder umher und bieten Wasser, Plantainchips und jede menge Ramsch zum Kauf an. Huuuuiiiiiiiiiii, das Bier am Abend war dafür umso besser ;-)